Babyglück durch Leihmutter
Die Zahl der Paare in Deutschland, die ungewollt kinderlos sind, nimmt zu.
Ein Weg, trotzdem ein Kind zu bekommen, ist die Leihmutterschaft: Dabei wird eine Frau für eine andere schwanger. Eizelle und Spermium stammen dabei in der Regel von den Wunscheltern - diese haben also ein Kind, das genetisch ihr eigenes ist. Das Kind wird von der Leihmutter ausgetragen und nach der Geburt an die Wunscheltern abgegeben. Diese Methode ist in Deutschland verboten. In einigen europäischen Ländern wie Großbritannien, Spanien und den Niederlanden, aber auch in den USA, ist die Leihmutterschaft jedoch erlaubt ZDF.reporterin Annegret Oster begleitete ein deutsches Ehepaar, das sich seinen Kinderwunsch über eine Leihmutter in der Ukraine erfüllte. Und eine junge Ukrainerin, die gegen Geld Kinder für fremde Paare zur Welt bringt.
Walentyna aus Kiew ist Leihmutter. Als ZDF.reporter die 32-Jährige besucht, ist sie im siebten Monat schwanger. Mit Zwillingen, die sie für ein deutsches Paar austrägt. Walentyna lebt mit Mann und ihren drei Söhnen in einer Ein-Zimmer-Wohnung auf zirka 18 Quadratmetern. Dafür zahlt sie umgerechnet 235 Euro - den Hauptteil des Familieneinkommens. Die schlechte wirtschaftliche Lage war ausschlaggebend für sie ihre Gebärmutter zu vermieten. Zwischen 10.000 und 15.000 Euro bekomme sie für ihre "Leih-SchwangerschaftLeih-Schwangerschaft", erzählt sie ZDF.reporter - eine riesige Summe für Frauen wie Walentyna. Die große Nachfrage nach Leihmüttern lässt die Preise dabei ständig steigen. "Ich mache es wegen der Wohnung. Mit was soll ich sonst Geld verdienen? Es gibt für mich keine andere Möglichkeit", erzählt Walentyna. Psychische Probleme scheint sie dabei nicht zu haben, für sie ist das Austragen der Zwillinge ein gut bezahlter Job, der aus der Not heraus entstanden ist. Eine größere Wohnung für sich und ihre Familie - das ist das große Ziel von Walentyna.
