Ein Kind um jeden Preis Paare zwischen Gesetz und Gefühl
Ein eigenes Kind ist für viele das Größte. Doch was, wenn es nicht klappt? Etwa 15 Prozent der Paare bleiben ungewollt kinderlos - aus den unterschiedlichsten Gründen. Der letzte Ausweg ist deshalb für manche, den verzweifelten Wunsch nach einem eigenen Kind mit Hilfe einer sogenannten Leihmutter zu erfüllen - per Internet oder im Ausland. Denn in Deutschland ist die Leihmutterschaft verboten.
Das 1991 in Kraft getretene Embryonenschutzgesetz verbietet jegliche Art von Leihmutterschaften aus ethischen, sittlichen und moralischen Gründen. Bei Verstoß drohen eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe. Doch trotz des Verbots greifen auch in Deutschland kinderlose Paare aus Verzweiflung auf die Angebote von Leihmüttern zurück. In der Anonymität des Internets blüht der Schwarzmarkt, manche Paare gehen aber auch ins Ausland. Während auch Nachbarländer wie Frankreich, Österreich und die Schweiz Leihmutterschaften verbieten, ist sie in weiten Teilen der USA, Kanada, Belgien oder Großbritannien erlaubt. Weltweit bringen jährlich Tausende Frauen fremde Babys zur Welt.
