Vom Kinderwunsch zum Wunschkind
Um kinderlosen Paaren ihren Kinderwunsch zu erfüllen, gibt es in der Reproduktionsmedizin unterschiedliche Wege. Eine Möglichkeit ist, Eizelle und Sperma der Eltern künstlich zu befruchten und den Embryo einer Leihmutter einzupflanzen. Diese ist genetisch nicht beteiligt, sie trägt das Kind nur aus. Eine andere Möglichkeit ist, einer Leihmutter das Sperma künstlich mit einer Spritze einzuführen. Genetisch gesehen ist die Leihmutter dann auch die leibliche Mutter. Neben der Leihmutterschaft gibt es für unfruchtbare Frauen die Möglichkeit der Eizellenspende. Eine fremde Frau spendet eine Eizelle, die mit dem Sperma des Mannes befruchtet wird und seiner Partnerin eingepflanzt wird. Diese trägt das Kind zwar aus, ist aber genetisch nicht die Mutter. Alle diese Vorgehensweisen sind in Deutschland illegal. Was Menschen antreibt, diese Wege trotzdem zu gehen, erzählen Hilde und Anton, ein kinderloses Paar mit verzweifeltem Kinderwunsch, und die Allgäuerin Jana, eine junge Frau, die sich als Leihmutter zur Verfügung stellt.
Eizellen-Spenderin Jana: "Ich hab einen Helferinstinkt"Jana wurde von einem Arzt gefragt, ob sie ihre Eizellen an kinderlose Paare spenden würde. Die junge Russlanddeutsche weiß, dass es in Deutschland verboten ist. Trotzdem fährt sie zweimal im Jahr in eine Klinik in der Tschechischen Republik, die auf deutsche Paare spezialisiert ist.
